Politische und wirtschaftliche Eigenständigkeit (Doku und praktische Hinweise)

Kurze Einführung:

Nach langer Auseinandersetzung mit meinem Gewissen, wie ich mich dem regierenden System hierzulande gegenüber positioniere, habe ich zuerst Januar 2011 den Austritt aus der Bundesrepublik Deutschland mit politischer und wirtschaftlicher Eigenständigkeit erklärt.

Seit November 2013 bin ich aktives Mitglied beim Bündnis freier Erdbewohner auf der Grundlage von Menschenrechten und Dienst am Leben - "Terrania" (Infos unter www.terrania.de).

Im Anschluß folgt die ausführliche Dokumentation:

 

Dokumentation: Erklärung der Eigenständigkeit vom Januar 2011


Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Bundesrepublik Deutschland, sehr geehrte Staatsbedienstete!

Ihnen als Vertretern des Staates Bundesrepublik Deutschland sage ich Dank für Ihren bisherigen Einsatz für Frieden, menschenwürdiges Leben und Gesundheit von Menschen und natürlichen Lebensgrundlagen auf dieser Erde. In vieler Hinsicht erlebe ich derzeit dieses System auf einem vorbildhaften Weg.
Da ich aus Gewissensgründen die Erfordernis wahrnehme, in Politik und Wirtschaft noch deutlich über das bisher Geleistete hinauszugehen und ich auch für realistisch betrachte, daß jetzt Menschen mit Gottes Hilfe ein politisches und wirtschaftliches System basierend auf Liebe errichten, trete ich von weiterer Mitgliedschaft in diesem Staat zurück und erkläre mich für politisch und wirtschaftlich eigenständig.
Da Reisen für mich einen wichtigen Lebensfaktor darstellt, beantrage ich die Ausstellung eines Erdbewohnerpasses, einem sogenannten "Paß für Staatenlose".
Die Ausweispapiere werde ich voraussichtlich in den nächsten Wochen in der zuständigen Behörde in Berlin abgeben, wo ich den künftigen Paß beantrage.
Mit vielen verschiedenen Institutionen der Bundesrepublik Deutschland bin ich interessiert und bereit, weiter zusammenzuwirken und mich den aufgestellten Regeln unterzuordnen.
In wesentlichen Bereichen, in denen ich eine stark andere Haltung einnehme*, handle ich politisch und wirtschaftlich eigenständig.
In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Uwe Wilhelm Haspel
*Typische Beispiele von Handlungsmöglichkeit und -bedarf sehe ich zuallererst in der Pflege und Weiterentwicklung von Werten wie Liebe und Wahrhaftigkeit in unserer Gesellschaft. Dies betrifft viele Lebensbereiche wie Schule und Bildung, Medienpolitik und Arbeitswelt. Davon getragen sehe ich in der Außenpolitik die Schwerpunktsetzung auf ziviler statt militärischer Verteidigung und Handel zum Wohl anderer Völker anstatt von Ausbeutung und Handel mit Rüstungswaren.
Wir haben eine Entwicklung erreicht, in der ich es für realistisch halte, daß deutsche "Pflugscharen" statt "Schwertern" in alle Welt verkauft werden, deutscher Ackerboden wieder als Anbaufläche für Futter des hiesigen Viehs bewirtschaftet wird, Ackerboden in Ländern mit Hunger geachtet wird als Anbaufläche für die dortige Bevölkerung und wichtige Importwaren fair anderen Völkern bezahlt werden zur Stabilisierung auch von deren Lebensunterhalt.
In meinem eigenen Leben setze ich nach bestem Wissen und Gewissen mit anderen Wegbegleitern ein Leben gegründet auf Liebe um. Dies tue ich ebenso in „Außenkontakten“.



Vorgeschichte seit Januar 2010


Liebe Weggefährten in der Schenkerinnen- und Schenkerbewegung!

Folgendes tiefe Anliegen möchte ich mit Euch teilen und in Austausch mit Euch gehen:

Seit Januar 2010 lebe ich ohne Paß und Personalausweis, habe sie verschlossen an einem entfernten Ort aufbewahrt. Aus Gewissensgründen erkläre ich mich selbstverantwortlich für mein politisches und wirtschaftliches Tun und halte mich aus der Mittäterschaft im Staat heraus. Ich trage dieses Staatsgebilde nicht mehr mit, so wie ich es vorher auch durch protestierende oder stille Mitgliedschaft, aber eben Mitgliedschaft, getan hatte. Ich tue dies probeweise und habe für Januar 2011 die weitere Entscheidung über mein Vorgehen vorgesehen. Drei Dinge kommen in Betracht für mich:
Erstens Wiederaufnahme der Staatsbürgerschaft, zweitens Verlängerung meines "Schwebezustands", drittens Abgabe oder Vernichtung meiner Personalpapiere und Beantragung eines Passes für "Staatenlose" = "Erdbewohner" (in meinen Worten gesagt). Bis jetzt fühle ich mich sehr erleichtert mein Gewissen betreffend. Ich fühle mich befreit von der Last des Neokolonialismus (Futter für deutsches Vieh importiert aus Ländern, in denen viele Menschen verhungern - dafür deutscher Raps als Treibstoff verbrannt - und viele andere Beispiele). Ich fühle mich befreit von den Waffenexporten, der Beteiligung der Bundeswehr an Kriegseinsätzen und Vielem mehr. Ich schreibe dies an dieser Stelle und in dieser Weise, weil diese Dinge zentral wichtig für meine Lebensfreude sind. Ich kann mir so viel besser in die Augen sehen. Ich habe den Eindruck, daß ich meinem grundsätzlichen Verantwortungsgefühl für diese Gesellschaft nachkomme, daß ich Farbe bekenne. Mit vielen Angriffen habe ich zu tun gehabt bisher, teils aus der eigenen Familie. Ich habe viele Ängste ausgestanden vor Ausgrenzung, Schutzlosigkeit. Und doch finde ich tief in mir die Bestätigung, mich diesen Fragen jetzt angemessen zu stellen: Was ist verantwortungsvolles Leben angesichts dieser von Staat und Wirtschaft in der derzeitigen Form organisierten Gesellschaft?

Hier sind noch Gedanken zum Thema, aus einer anderen Richtung gedacht.

-- Gestern bin ich - einfach so - durch Berlin gegangen mit dem Ansinnen, was mir dort auffällt. Damit meine ich sämtliche Dinge und Ideen, die mir dort begegnet sind. Ich hatte mit vorgenommen, sie danach zu ordnen, ob ich sie brauche und sie mir nutzen und andererseits ob sie mir auch frei zugänglich sind. Dabei ist mir Erstaunliches bewußt geworden. Ich erzähle der Reihenfolge nach:
Aus dem Haus tretend ist mir die viel größere Lebensenergie im Freien an meinem Organismus aufgefallen. Ich war schnell frischer und fühlte mich gesunder, kräftiger, wacher. Dann fiel mir die wundervolle Schönheit auf am Beispiel eines von Clematis umrankten Ahornbaumes mit goldenem Herbstlaub. Und all das ist gratis gewesen. Weiter gratis die vermehrte Bewegungsfreiheit, die vielen Begegnungen, Begegnungsmöglichkeiten mit anderen Menschen, der Kontakt mit anderen Lebewesen - Bäumen, Parkwiesen, Kräutern in Bordsteinkanten - .Ich kam beim Erleben des Großstadtlebens, menschlichen Treibens und der Stimmung im Park auf das Thema "Wer bin ich?", erlebte mich bewußter, erlebte auch bewußter die Einheit von mir mit allem Lebendigen. Mir wurde auch bewußt, daß die Ernährung aus der umgebenden Natur stammt und ich so auch innig mit ihr verbunden bin.
Nicht selbstverständlich frei verfügbar erschien mir für uns Kommunikation. Ich sah den Fernsehturm am Alex und mir kam das machtorientierte Mediensystem in den Sinn - vor allem der großen Medien. Auch stark unter staatlicher Kontrolle kam mir die Mobilität (am Beispiel der Autos und öffentlichen Verkehrsmittel), der Wohnraum sowie Grund und Boden - auch für landwirtschaftliche Nutzung - in den Sinn. Nahrung und Gegenstände für den Alltagsgebrauch sind teilweise verfügbar, auch über Tausch und Umsonstläden. Durch diese Gedanken kam ich der Antwort wieder ein Stück näher, was mich eigentlich mit dieser Gesellschaft verbindet und wo ich mich bewußt abhängig mache. Es gibt Bereiche für mich, in denen ich mich bewußt dafür entscheide, eine gewisse Abhängigkeit einzugehen (das Internet zum Beispiel). Dies tue ich um des Nutzens willen, der bezüglich des Schadens im Vordergrund stehen muß. Auch darf der Schaden auch nicht gegen wesentliche Lebenswerte verstoßen - der Zweck heiligt nicht die Mittel! Weiter ist für mich die Frage wichtig, wo ich selbständig bin oder bewußt an meiner Selbständigkeit arbeite.
Kurz gefaßt empfinde ich die Möglichkeit von einigermaßen selbstbestimmtem Leben in diesem Land für erfreulich gut. Einen wichtigen und auch für mich begrenzenden Faktor nehme ich darin wahr, wie sehr ich fähig bin, sozial unabhängig zu sein. Das heißt, daß ich Gemeinschaft mit Gleichgesinnten als sehr stabilisierend empfinde. Andererseits erlebe ich es als wertvoll, wenn ich ein gewisses, beträchtliches Maß an Isolation, an sozialem Druck, an Außenseitertum aushalten, tragen kann.
-- Diese Gedanken sind ein Entwurf. Sie sind ein Beginn, mein Leben als Erdbewohner näher zu untersuchen und beschreiben. Dabei, wie schon gesagt, interessieren mich vor allem die Kernstücke dieser Lebensweise von mir. Und dabei interessiert mich auch sehr, welche wesentlichen Unterschiede ich zwischen mir und Menschen der normalen Gesellschaft wahrnehme.

Versteht Ihr mich ? Was geht Euch zu diesen Themen durch den Sinn? Können wir uns in Gedanken und oder im Tun sinnvoll ergänzen, unterstützen?

Interessiert an Euren Rückmeldungen und dankbar dafür bin ich. Ich grüße Euch.

Euer Weggefährte Uwe


Verlaufsberichte:


Liebe Weggefährten, 11.3.2011

nun komme ich sichtlich zur Ruhe, nach der tiefgehenden Entscheidung, mein Leben als "Erdbewohner" frei von staatlicher Bindung weiterzuleben.
Durch große Krisen und Ängste bin ich gegangen. Erst durch das Erleben von diesen Existenzängsten und Gefühlen von Isoliertsein, Ausgeklammertsein, in winziger Gruppe einer Übermacht an staatlich organisierten (oder sich organisieren lassender) Menschen gegenüberzustehen - puh, Ihr dürft mir glauben, ich habe oft innerlich geschwitzt, gebebt und sehr sehr viel Mut zusammengerafft, um die Trennung von der Bundesrepublik Deutschland wirklich mit dem dazugehörenden Behördlichen zu machen.
Nun habe ich Reisepaß und Personalausweis an das Bundespräsidialamt geschickt, der Gemeinde Hochkirch und der Sächsischen Ärztekammer eine Kopie zukommen lassen und atme auf.
Innerlich fühle ich immer noch ein Zittern wie bei einer Gratwanderung auf hohen Berg - da war ich oft genug. Und Erleichterung fühle ich sich ausbreiten in mir. Mir ist, wie wenn eine sehr große Last nun von meinen Schultern ist - sie schmerzen noch etwas, aber ich kann sie freier bewegen und ich kann mich viel besser "recken und strecken". Das heißt, ich blicke mit etwas Aufregung in die Zukunft, und freue mich deutlich daran, daß ich nun gewissensmäßig die staatlich gelenkte oder zugelassene Politik und Wirtschaft nicht mehr mittragen brauche - das ist für mich mit nichts anderem Irdischen, was mir einfällt aufzuwiegen.
Auch die Trauer fühle ich noch, daß sie Allermeisten meiner "Lieben" in diesem Staatsgebilde sich organisieren lassen und mindestens Etliche mit Verwunderung und teils Unverständnis meinen Weg betrachten.
Zusammengefaßt, so habe ich es vor einigen Tagen Öffi gesagt: Als ich diesen Weg begonnen habe zu gehen, habe ich mir nicht im Geringsten träumen lassen, was ich innerlich für Wege zu gehen habe und mit welch intensiven, teils extremen Gefühlen ich zu tun haben werde. - Es ist eine gute Erfahrung, auch wenn manchmal herb - ich habe viel mehr Respekt vor sogenannter Massenpsychologie, wie sehr ich nun nachvollziehen kann, in welch großem Ausmaß wir (in der hiesigen Gesellschaft) Massenmenschen sind und welche riesige Kraft es auf den Einzelnen hat, wenn die "Herde " in eine bestimmte Richtung sich bewegt. Den Individualismus hierzulande sehe ich nun viel mehr als Ausnutzen des "Spielraums im goldenen Käfig", der sehr groß ist und auch seine knallknallharten Grenzen hat.
Nun sage ich also der Möglichkeit des herkömmlichen sozialen Netzes Adieu, Hartz4, Sozialamt, Krankenversicherung, was noch so organisiert ist in diesem Staat- ein Stück nackt und nach neuer sozialer Kleidung mich umsehend. Soziale Rückendeckung und Gemeinschaft finde ich wichtiger und wertvoller als je vorher, und weiß so auch unsere Weggefährtenschaft viel mehr zu schätzen.
Euch gegenüber brauche ich mich nicht erklären, was für Flausen ich im Kopf habe, das ist so wohltuend für mich. Ihr seid freiwillig und aus Interesse in einem Haufen schenkerbewegter Menschen dabei, schön.
Ihr habt möglicherweise schon erfahren, daß ich mich gerne mit Interessierten von Euch zusammensetzen möchte zum Austausch über obige und ähnliche Gedanken und auch Eure Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema "Veranwortungsvolles Leben". Dies biete ich an während meines Aufenthalts in Dargelütz voraussichtlich zwischen 2. und 4. April. Seid herzlich eingeladen dazu.
Danke für Eure Aufmerksamkeit und gesegnete Tage, auf gesundes frohes Wiedersehen,
Uwe vom Friedensgarten



Liebe Interessierte und liebe Weggefährten! Mai 2011

Nach Jahrzehnten bin ich in meiner Entwicklung endlich so weit, wie ich schon lange ersehnt habe, sehr überraschend. Ich nehme es als Geschenk und habe den Eindruck, es ist an der Zeit, daß ich Euch daran teilhaben lasse.
Viele unzählige bittere, dunkle Stunden und Tage habe ich in meinem bisherigen Leben durchgemacht. Oft habe ich nicht gewußt, was gerade "los"ist und ich mich so gequält habe. Ich habe Berge von Schmerzen wegen Einsamkeits- und Verlassenheitsgefühlen und Ängsten durchgestanden und durchlitten. Oft habe ich mich gefragt, wo meine Brüder und Schwestern sind, wer meine Brüder und Schwestern sind, wie ich mit ihnen in Kontakt kommen kann.
Nun bin ich auf die Lösung sehr schnell und erstaunlich direkt gekommen. Wie durch ein Geschenk durfte ich auf einen Schlag meine Lebensaufgabe in den letzten Tagen in wesentlichen Teilen klar erkennen. Nun ist mir bewußt, wie wichtig mir in meinem Leben der Dienst an Menschheit und Erde, dem "irdischen" größeren Ganzen ist. Schon Jahre habe ich in der Schenkerinnen- und Schenkerbewegung mitgewirkt und in Vielem beispielhaft gelebt und zu leben versucht. Im Januar 2010 habe ich meine Ausweispapiere probehalber unter Verschluß getan und habe meinen weiteren politischen und wirtschaftlichen Weg geprüft. Aus Gewissensgründen habe ich dann im März 2011 komplett die Papiere der Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben und die politische und wirtschaftliche Selbständigkeit erklärt. Nun baue ich mit an einem System gegründet auf Liebe und bin sehr erleichtert, meine Zeit der aktiven oder stillen Mittäterschaft im Staat hinter mir zu lassen. Mir ist glasklar geworden, daß dieser Weg mir in meinem Leben obenan wichtig ist, mitsamt den vielen Ängsten, die ich damit durchmache (isoliert, ausgeliefert zu sein, schutzlos preisgegeben, mit Angst, wenig Solidarität im Rücken zu haben, trauend auf Gottes Weg, Wegweisung und Güte).
In der normalen Gesellschaft sehe ich keinen Rückhalt. Dort erlebe ich die Menschen im Wesentlichen mit Ablenkern, Besitz und Unterhaltung, beschäftigt, teils auch mit sehr direkten materiellen und sozialen Existenzängsten.
Meinen Platz sehe ich an der Seite von Menschen, die hinter die Struktur blicken und stetig das Wohl des großen Ganzen mit im Sinn behalten - die Liebe im Umgang zwischen uns Menschen und die Liebe und Achtsamkeit im Umgang mit der Natur.
Dabei ist mir ab sofort wichtig, Euch, wenn Ihr wollt, von meinen Wegabschnitten mehrmals jährlich zu berichten, auch von Euch Aktuelles zu erfahren und mit Euch in Austausch zu sein, auch gerne gezielt zusammenzuwirken. Hiermit mache ich einen Anfang.
Der Mai 2011 ist für mich wie eine Neugeburt. Auch im Friedensgarten fühle ich mich mehr zuhause als je zuvor. Andreas (seit Januar der weitere Mann im Projekt) und ich sind das Anwesen am Aufräumen, ordnen und schmücken, damit wir damit viel mehr in die "Blüte" und "Frucht" kommen. So haben wir drei Wildpflanzenführungen noch in diesem Jahr vorgesehen sowie zwei "Vorstellungstage des VFS-Vereins zur Förderung des Schenkens" geplant. Mit einer Schautafel machen wir seit vier Wochen vor dem Haus auf das Projekt aufmerksam. So stellen wir uns mehr zur Schau, als Beispiel und auch als Objekt möglicher Angriffe.
Auch bei Auswärtsveranstaltungen bin ich und sind auch wir als Projekt aktiv - regional (extend2011 - Oberlausitz) und übergreifend, wie auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden und dem Marburger Bildungsfest geplant. In Dresden wollen wir mit einem einfachen Stand mit Menschen über Änderungen hin zu mehr und mehr Liebe als Grundlage politischen und wirtschaftlichen Handelns in Kontakt und Austausch gehen. Außerdem haben wir vor, andere Gruppen auf verwandten Wegen an ihren Ständen zu kontaktieren und wo möglich Ideen und Energien zu bündeln. In Marburg haben wir gezielt vor, Veranstaltungen abzuhalten, ebenfalls über Liebe als Grundlage politischen, wirtschaftlichen und sozialen Handelns, Kommunikation als wesentliches Werkzeug für friedliches Zusammenleben, Konsenskultur als Hilfe bei sinnvoller Wegbereitung von tragfähigen langdauernden Beschlüssen und Konfliktvorbeugung, Sinn des Lebens, Schönheit des Lebens, Naturbezug und auch der Freude und dem Wirken des Tönens und Singens auf das eigene Leben und die Umgebung, (auch von Liedern des universellen Friedens).
Meine Rolle sehe ich jetzt, mittlerweile , darin, daß ich einfach akzeptiere, wenn ich bei anderen Menschen Resignation, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Ängste wahrnehme und wieder und wieder auf unterschiedliche Arten und Weisen meine Botschaft weitergebe an die, die ich dafür offen erlebe, daß ich die Chance zu Veränderung und Heilung in der Welt wahrnehme und mich selbst mit meinem Leben dafür einsetze, daß ich mich meiner eigenen Resignation und meinen Ängsten stelle und meinen Mut und meine Tatkraft und mein Gottvertrauen entwickle. Ich stelle mich vor andere Menschen wie Martin Luther: Wenn ich den Weltuntergang morgen befürchtete, würde ich trotzdem heute den Baum pflanzen, den ich von Gott mir in die Hände gegeben sehe und auf Gott vertrauen, ob er sie Frucht entstehen läßt und welches Ergebnis er sie vor hat. Ich übe mich in Demut, Werkzeug zu sein, und übe mich auch in Tatkraft und Klarheit, meine Aufgabe gut zu erfüllen, anderen Menschen gegenüber entschieden aufzutreten und bereit zu sein, für meine Überzeugungen und Aufgaben Widerstände und Leiden auf mich zu nehmen, natürlich im Vertrauen auf Gottes Schutz und Begleitung.
So weiß ich jetzt viel mehr, wie wichtig es für mich ist, diese Klarheit über meinen Beitrag zur möglichen Heilung auf dieser Welt glasklar deutlich weiterzugeben, und andererseits genauso demütig zu sein, daß mein Handeln möglicherweise in Nullkommanull Ausmaß Erfolg haben kann, komplett vergeblich sein kann, und es komplett vollständig nur Gott zu überlassen, was er sie aus dem macht, was ich auf der Erde tue. Das ist für mich die sehr hohe Schule in Demut und der Abbau meines Egoismus und meines Wunschdenkens, daß ich derjenige Mensch bin, der die anderen Menschen bekehrt und so die Welt entscheidend rettet oder retten hilft. Von diesem Bild bin ich komplett mich am Verabschieden.
Nun habe ich viel über meine inneren Gedanken Euch erzählt, die für mich entscheidend sind, damit ich diesen Weg überhaupt gehen kann. Aus mir selbst heraus könnte ich das nicht. Ich hoffe, Ihr könnt Wesentliches damit anfangen und vom Verständnis ist Euch auch klar, worüber ich erzählt habe (ich nehme das schon an, wir haben uns ja auf unseren Begegnungen gut genug meine ich kennen gelernt und füreinander interessiert und sind uns da meine ich vertraut genug geworden, deswegen schreibe ich auch so offen): mir ist sehr wertvoll, wenn ihr mir offen antworten und wir in vertrautem Kontakt miteinander bleiben. Auch bahne ich jetzt schon an, daß Treffen von Menschen nahe verwandter Gruppen stattfinden können - ich halte dies für sehr wertvoll. Ich bin bereit, leite gerne den Beginn der Treffen ein und finde Beteiligung aus Euren Reihen sehr wertvoll. Als zusätzliche Kommunikationswege finde ich auch Telefonate und physische Briefe für schön, und vor allem auch wieder persönliches Zusammentreffen. Natürlich seid Ihr bei mir herzlich willkommen, und auch ich mache mich gerne wieder auf den Weg und freue mich aufs Wiedersehen.

Nun grüße ich Euch herzlich und freue mich selbst darüber, meine Gedanken und Empfindungen so ausführlich formuliert zu haben und mit Euch teilen zu dürfen - es fühlt sich für mich ein kleines bißchen wie eine Geburt an.
Göttins Gottes Segen begleite Euch auf Eurem Weg und ich sende Euch herzliche Grüße, gute Wünsche, Euer Weggefährte und geistiger Bruder


Uwe Haspel


 

Profil von Uwe Wilhelm Haspel – ID: 1 UH 1958 HF (veröffentlicht auf www.terrania.org)

Terrania-Mitglied seit November 2013

 

Seit 1.3.2003 lebe ich im Projekt „Friedensgarten“ der Schenkerbewegung, bin seit Ende April 2002 Mitglied des dazugehörigen Vereins zur Förderung des Schenkens.

Seit dieser Zeit bin ich den größten Teil meiner Lebenszeit und -energie aktiv für die Natur als unsere Lebensgrundlage und ein menschliches Miteinander in Solidarität und Gerechtigkeit mit dem Blick auf die Menschheit als großer Familie.

Meine Lebenswerte habe ich ausführlicher beschrieben in den Beigefügten „Grundsatztext“ von mir.

 

Im Laufe der Jahre ist bei mir der innere Druck gewachsen, durch meine Mitgliedschaft im Konstrukt Bundesrepublik Deutschland Mitverantwortung für erhebliches Ausmaß von Leid und Zerstörung zu tragen, die durch dieses System verursacht oder gebilligt werden.

Januar 2011 bin ich in die politische und wirtschaftliche Eigenständigkeit getreten, einschließlich der Rückgabe meiner Ausweisdokumente der Bundesrepublik Deutschland an entsprechende Behörden. Das Schreiben habe ich auch angefügt.

 

Anfang 2013 habe ich von Terrania erfahren und im Laufe des Jahres habe ich mich dazu entschlossen, dieser Gemeinschaft freier Menschen mit dem Bekenntnis zu den Menschenrechten und der Lebensdienlichkeit. Solidarität bezüglich derartiger Ziele ist für mich ein obenstehender Wert, um die Energie und die Fähigkeiten und Kundigkeiten von uns Gleichgesinnten zur Gestaltung einer immer besseren Welt und Gesellschaft voranzubringen.

 

Meine momentanen Hauptarbeitsgebiete sind folgende.

Die Autobiographie meines radikalen und drastischen Lebensumstiegs publiziere ich in Buchform. Eine Biographie der Schenkerbewegung ist in Arbeit.

Wegen meines Eindrucks, daß Bilder wesentlich bessere Transportmittel von komplexen Botschaften in der heutigen hiesigen Gesellschaft sein können, arbeite ich für die Verbreitung der Symbole von Baum und Erdball zur Verbesserung der Sensibilisierung von Menschen bezüglich Nachhaltigkeit und globaler Verantwortlichkeit.

In Schenkerbewegung arbeite ich mit einigen anderen Wegbegleitenden für die Bereitstellung und Weiterentwicklung von Projekten (Ländereien und Gebäuden) für nachhaltige Lebensformen verschiedener Art. Ein Profil des Projekts Friedensgarten, in dem ich seit 2003 lebe, füge ich auch bei.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Gesundheitsaufklärung. Durch meine naturheilärztlichen Kenntnisse unterstütze ich andere Menschen und Gruppen bezüglich Selbsthilfemöglichkeiten, gesundheitlichem Selbstbewußtsein und Selbständigkeit mit Kenntnissen über Ernährung, Wildpflanzen, Selbstheilungskräfte, gesunder Lebensweise und Reinigungskuren („Entschlackung“).

Schließlich halte ich spirituelle Kurse ab in Meditation und Heilendem Vokaltönen, um Menschen bei der Bewußtseinsentwicklung zu begleiten.

 

Bezüglich Terrania wünsche ich mir Austausch bezüglich unserer Erfahrungen und Solidarität bezüglich unseres Anliegens der verantwortungsbewußten Freiheitlichkeit.

 

Mit herzlichem Gruß und guten Wünschen,

 

Uwe Wilhelm Haspel